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INFORMATION
Rio Reiser – „Familienalbum“
VÖ: 27.10.03
Fettes Brot singt Rio Reiser – „Ich bin müde“ (Single)
VÖ: 27.10.03

Statements der mitwirkenden Künstler zum Tributealbum



„Das Rio Reiser Familienalbum vereinigt einige der von den Major Companies in den letzten Jahren am meisten vernachlässigten Aspekte - im positiven Sinne, Kreativität, Spontanität, Musikalität usw.. Aber mal im Ernst - wann hat man schon mal die Gelegenheit, mit so hochkarätigen Künstlern zu arbeiten, ohne sich die Fragen „Was ist die Single?“, „Ist es schon gemischt?“, „Was ?! über 5:30 Minuten ??? - wer soll das spielen ?“ anhören zu müssen. Es war und ist für mich ein wunderbares Erlebnis, auf den Ebenen von Organisation bis Produktion mit allen Künstlern zusammen zu arbeiten, und es beweist mir und hoffentlich auch anderen, dass es auch jenseits von „Deutschland sucht den Superstar“ noch Leben gibt.“
Franz Plasa

„Rio ist und war ein Visionär. Das macht ihn wirklich unsterblich. „Mein Name ist Mensch“ passt so gut zu den Söhnen Mannheims, dass der Titel unser neues Bandmotto wird. Danke, Rio, Du König von Deutschland.“

Söhne Mannheims

„Anfang der Achtziger Jahre lernte ich Rio kennen, das heißt ich rief in Fresenhagen an. Claudia Roth war damals noch Managerin der Scherben. Da war `ne mailbox dran und ich sagte: „Hi hier ist Marianne Rosenberg, kann sein, dass ihr es absurd findet, aber ich muss euch kennen lernen“. Am nächsten Tag bekam ich ein Fax: Hallo Marianne, die Scherben freuen sich mit dir zu arbeiten.
Ich kannte das gesamte Scherbenrepertoire, auch die frühen Theatersongs und die mit Brühwarm. Dazu müsst Ihr wissen, dass die Bereiche damals strickt getrennt waren, zumindest von außen und was die Medien betraf. Der Begriff Pop war langsam im Kommen, aber bis dahin gab es nur Schlager oder Deutschrock.
Es stellte sich heraus, dass Rio viele Songs von mir kannte. Verschmitzt sang er mir Albumtitel vor, an die ich mich nicht mehr erinnerte.
Die Scherben betreuten in den Siebzigern Fürsorgezöglinge, die sie aus Heimen holten, Teenies. Diese hörten meine Musik rauf und runter. Wir machten Musik zusammen, gingen auf Partys, traten gemeinsam auf, rauchten und tranken und redeten viel über die Musikbranche.
Seine Auftritte waren spektakulär. Er ging bei jedem Auftritt an seine Grenzen, verausgabte sich jedes mal, als sei es das letzte mal. Wir nahmen verschiedene Songs auf und er gab mir Demos, darunter war auch „Für immer und dich“ und „Junimond“, „Geld“ und andere die Ihr nicht kennt, weil sie nicht veröffentlicht wurden. Damals war seine Solokarriere noch weit entfernt.
Ich weiß nicht, warum ich mir Songs aussuchte, die rebellischer waren. Es war wohl so, dass ich mein Genre erweitern oder sogar verlassen wollte. Ich hatte Jahre gewartet, bis Plattenverträge ausliefen und ich endlich frei war, tun konnte, was mir in den Sinn kam. „Für immer und dich“ war mir zu sentimental vielleicht auch zu dicht an den Liebessongs, die ich früher sang.
Mir ist Niemand in diesem Land bekannt, der eine solche Ausdruckskraft hat, wenn er singt, wie Rio sie hatte. Auch die Form, wie er Sprache in der Musik benutzte, war neu und anders und faszinierte mich.
Außer zu seiner Beerdigungssession mit verschiedenen Musikern hatte ich nie wieder Lieder von ihm gesungen. Es schien mir wie ein Ausverkauf seiner Seele. Warum war es nun, bei dem Angebot „Tribut to Rio“ anders? Warum habe ich jetzt ja gesagt? Weil ich denke, dass die Musik von Rio noch Generationen überdauern kann und soll. Weil ich die Kollegen mag, die mitwirken, weil ich zuversichtlich war, dass Franz Plaza der richtige Producer und Ideengeber sein wird. Weil ich das Lied, das Rio mir 1984 anbot, endlich doch singen wollte. Weil George Glück, unser gemeinsamer Manager, zu dem Rio mich schleppte, obwohl ich ihm versicherte, dass ich gerade dabei sei, im Kollektiv zu arbeiten, dahinter steht. „In der Musik gibt`s keine Demokratie, lass den Unsinn, du brauchst einen Manager, schreib alles auf was dir einfällt, was dich berührt, ich habe das Schreiben auch nicht gelernt, du lernst beim Schreiben, du brauchst meine Worte nicht.“ Ihr könnt mir glauben, dass Wenige in unserem Business ähnliche Sätze sagen, jeder ist erpicht, für populäre Leute zu schreiben. Rio war anders, er sang nicht mit den zwei Teilen im Hals, er sang mit dem Herzen.“
Marianne Rosenberg

„Mit 16 Jahren gehöre ich zu der Altersklasse, die Aufsehen erregen will, die nicht nur zusieht und die Welt an sich vorbei ziehen lässt, sondern aktiv sein möchte und Spuren hinterlassen will.
Ich war von Anfang an von Rios Stück „Wann?“ begeistert, da mich der Text sehr berührt hat. Er drückt aus, dass man mit jedem Schritt, den man geht, mit jedem Wort, das man sagt und mit jeder Tat die Welt irgendwie verändert... und wir uns dessen bewusst sein müssen! Das Lied soll aufrütteln und uns klar machen, dass wir diejenigen sind, die es jetzt angehen müssen!
Erstaunlich, dass in diesem fast 20 Jahre alten Text Probleme wie Waldrodung und Zubetonierung angesprochen werden, welche heute aktueller sind denn je!
Meine Cover-Version ist jetzt moderner und rockiger, was noch besser zu dem provokanten Inhalt passt.
Jedes Mal wenn ich das Stück singe, steckt soviel Power dahinter! Das finde ich einfach klasse! :-)“
Jessina Meutsch





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