Rio Reiser offizielle Homepage des Rio Reiser Haus e.V. Fresenhagen
Rio Reiser
homemusikphotospresseinfopressespiegelbiographieverein
zeitreiselinksbestellungimpressumkontakt
Startseitewww.rioreiser.de - Pressespiegel



Fresenhagen Nordfriesland

Reiser-Haus als Kultstätte erhalten

17. April 2010 | 06:26 Uhr | Von Jörg von Berg

Ein Verkauf soll verhindert werden: Der Kulturausschuss des nordfriesischen Kreistages will nach Lösungen suchen.

Ob das Rio-Reiser-Haus in Stadum-Fresenhagen erhalten werden kann, steht weiter in den Sternen. Deshalb will sich jetzt auch der Kulturausschuss des Kreistages mit Perspektiven und dem Schicksal dieser bedeutenden Kult(ur)stätte jüngerer Zeit in NF beschäftigen. Einen entsprechenden Auftrag erteilte der Kreistag auf Antrag der SPD-Fraktion in seiner jüngsten Sitzung - bei wenigen Gegenstimmen und Enthaltungen.

Um sich ein eigenes Bild von der Situation des zum Verkauf stehenden Reiser-Hauses zu machen, will der Ausschuss am 19. Mai (14.45 Uhr) in Fresenhagen tagen. Informationen aus erster Hand wünscht sich das Gremium von Gert Möbius, dem Bruder des 1996 gestorbenen früheren "Ton-Steine-Scherben"-Sängers und späteren Solo-Künstlers Rio Reiser (Ralph Möbius). Vom Direktor des "Nordfriisk Instituut" in Bredstedt, Prof. Dr. Thomas Steensen, erhofft sich der Ausschuss eine regionale kulturelle Bewertung vom Reiser-Haus sowie vom Werk des Künstlers und der Band.

Schaffensstätte des wichtigsten deutschen Rockpoeten

Über dies alles könne man unterschiedlicher Meinung sein, räumte der Kulturausschuss-Vorsitzende Bernd Facklam (SPD) ein. Aber es sei im Kontext der siebziger Jahre von genereller Bedeutung und noch heute für viele junge Menschen in der gesamten Bundesrepublik Vorbild und Orientierung. Auch der Kreis NF müsse großes Interesse daran haben, dass die einstige Lebens- und Schaffensstätte des wichtigsten deutschen Rockpoeten der Nachkriegszeit in würdigem Rahmen erhalten bleibe.

Rio Reisers Bruder Gert Möbius hatte angekündigt, dass das ehemals marode Bauernhaus und heutige moderne Kultur- und Seminarzentrum mit Tonstudio verkauft und der verstorbene Rocksänger womöglich umgebettet werden soll (wir berichteten). Nach Aussagen des Nachlass-Verwalters Gert Möbius ist das im Familienbesitz befindliche Haus aus den Einnahmen von Plattenverkäufen und Rechteverwertung nicht mehr zu finanzieren. Allein Spenden, Sponsoren oder eine staatliche Förderung könnten den Verkauf verhindern.