Rio Reiser offizielle Homepage des Rio Reiser Haus e.V. Fresenhagen
Rio Reiser
homemusikphotospresseinfopressespiegelbiographieverein
zeitreiselinksbestellungimpressumkontakt
Startseitewww.rioreiser.de - Presseinfo

Am Samstag, den 6.September 1997 wird es im Berliner Tempodrom richtig spannend.
Eine Jury, bestehend aus Anette Humpe (Prozentin), George Glueck (Musikverleger), Hubert Wandjo (Sony/Eastwest), Klaus Maeck (Freibank), Hollow Skai (Popkritiker), Dirk Schlömer, Martin Hartmann (Musiker) und Erika Möbius, der Mutter von Rio Reiser, hat aus über 800 Einsendungen neun Gruppen ausgewählt, die an diesem Abend mit ihrem eingesandten Song live auftreten werden. Die Juroren konnten sich auf einen ersten Preisträger nicht einigen und haben deshalb diese letzte Entscheidung an die Zuschauer im Tempodrom delegiert. Sie alle müssen nun bei dieser Show dem Newcomer-König / der Newcomer-Königin die Siegerkrone aufsetzen.
Außer einer zu diesem Anlaß angefertigten wertvollen Krone erhält der Einzelkünstler oder die Band DM 10000,-- in bar.
Dieser Preis soll auch im nächsten Jahr wieder vergeben werden. Er soll Bands und Solo-Künstler ermutigen, sich im Sinne Rio Reiser kritisch in der ihnen eigenen Sprache auszudrücken.
Während der Auszählung spielt eine speziell für diesen Abend zusammengestellte Band, die sich aus Mitgliedern von "Ton Steine Scherben" und der "Rio Reiser Band" zusammen setzt.
Diese Formation nennt sich Scherben Family. Zusätzliche Unterstützung erhält die Gruppe noch von einigen Überraschungsgästen. Die Moderation übernimmt Jürgen Kuttner.

Die Gruppen:
Die Allianz mit dem Song "Schöne neue Welt"
Diese Ostberliner Gruppe entstand im April 1996. Ihre Mitglieder Guy Gross, Guido Raschke und Claus Capek (alle 20 Jahre jung) benutzen die Stilformen des HipHop, Jazz, Ethno und Pop, um aus dieser Mischung und der Zutat kritische Texte, wie sie es selbst sagen: "den Geist anzuregen, und auch zwischen den Zeilen zu hören."

Bullshit Mama mit dem Song: "Allein auf einem Boot"
Achim Schmietow, Gitarrist und (Glatz)kopf der Band aus der Nähe von Stuttgart, begann seine musikalische Laufbahn 1981 als Mitbegründer der Heavy-Band Backwater. Seine bluesdunklen Lieder haben eine starke Eindringlichkeit und er bietet uns einen deutschsprachigen Song mit außergewöhnlich kreativer Tiefe an.

Cadavre Exquis mit dem Song "Ein einfaches Lied"
Die Gruppe aus Porta Westfalica schreibt in ihremInfo "Cadavre Exquis heißt ein Spiel, das in den 20er Jahren von Dadaisten und Surrealisten erfunden wurde. Es kann sowohl mit Bildern, als auch mit Sätzen gespielt werden." Ihre im Stil sehr unterschiedliche Songs kommen immer auf den Punkt, und ihr Credo, daß "Anarchie und Liebe zwei wunderbar klingende Worte sind" können sie durch ihre Lieder beweisen.

Die letzten Schnecken mit dem Song "Die Nacht"
Vico Wildanger, Robert Hieber und Jan Möser aus Halle besingen in poetisch-radikaler eine Befindlichkeit, die an Orginalität ihres Gleichen sucht. Warum sie sich nun "Die letzten Schnecken" ganannten haben, erklären sie in ihrem witzig-surralistischen Verständnis so, daß ihr ursprünglicher Bandname "Die letzten Recken" nicht mehr zeitgemäß wäre.
Doris D mit dem Song "Delfin"

Die Hamburgerin Doris Sünkenberg, die früher als Saxophonisten Udo Lindenberg begleitete, hat sich in diesem Song schon übereilig der neuen Rechtschreibreform angepaßt, aber ihr "Delfin"lied widerspricht diesem vorauseilendem Gehorsam bis zur letzten Note. Was erst als harmloses Kinderlied beginnt, entfischt sich zum Ende als ein "Kampflied" für Greenpeace.

Fleischmann mit dem Song "Meer"
Martin Leeder, Michael Hoffmann und Norbert Jackentiesch as Potsdam sind keine Unbekannten mehr. Bei Sony haben sie ihre LP "Hunger" veröffentlicht, wollten dann aber nicht immer dem aktuwel auf Verfallsdatum angesagten Zeitgeist hinterherlaufen und werden zweifelsfrei in Zukunf ihren Weg auch ohne übergroßen Major im Rücken finden. Das "Meer" ist weit und ihre Fans werden ihnen auch ohne Schwimmwesten treu bleiben.

HISS mit dem Song "Negerpolka"
Wie schrieb "Rheinpfalz" über diese Band: "Kompromißlos, erschreckend, wunderschön real. Musik aus dem Bauch."Nun gut, das schreibt man so schnel ldahin, aber daß mancher Radioredakteur mit dem beliebten computergesteuerten Formatgehör bei dem Kultsong "Negerpolka" intellektuell ins Schleudern gerät, das ist bundesrepublikanische Wirklichkeit. Man kann der Detmolder Gruppe um Stefan Hiss glauben, was ihr Management verspricht: "HISS ist live der absolute Abräumer. Jede Kneipe, jeder Club wird zum Tollhaus, wenn die fünf Vollblutmusiker ihre schweißtreibende Bühnenshow abliefern."

Soulchill mit demSong "Das Gewissen der Nation"
Kami, Thomas, Mathias, Patrick, Markus und Frank aus Hildesheim haben ihre Formation 1994 gegründet und bieten dem Zuhörer ein Event der besonderen Art. Knallhart im deutschsprachigen HipHop hauen sie uns ihre Wortkaskaden durchdringend und zielgerecht um und durch unsere Ohren.

Supergold mit dem Song "Vielleicht in England"
Da ist wieder eine Band aus der Hamburger Schule aufgetaucht, die aber, wie sie selbst über sich schreiben "wünschten, mit Tekkno etwas anfangen zu können, sich aber fragen, was sie bei den Frauen immer falsch machen.." Ihr eingereichter Song besingt so authentisch und poetisch das Vor- und Ableben in einer Vorstadt, daß man selbst nur noch die Flucht ergreifen möchte, egal wohin, "und es muß nicht gerade England sein." Ihre musikalische Elemente bestehen aus Grunge und Punk – einer Mischung, die auch Rio Reiser gefallen hätte.

Unsere Info Telefon & Fax Nr. 030 – 261 14 15

Ansprechpartner: Beatrice E. Stammer & Gert C. Möbius

Anschrift:
Rio Reiser Haus
Bülowstr. 90
10783 Berlin