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»Rio Reiser« im Stadttheater: Der König von Deutschland

Gießen (gl). Rio Reiser hat den Sound einer ganzen Generation geprägt. Den Lebensweg des 1996 mit nur 46 Jahren gestorbenen Künstlers zeichnet Heiner Kondschak in seiner musikalischen Biografie »Rio Reiser – König von Deutschland« nach, die an diesem Samstag im Großen Haus des Stadttheaters Premiere hat. Es inszeniert Christian Lugerth, der die neue Produktion gestern mit seinem Team schon einmal der Presse vorstellte.

Lugerth ist am Stadttheater Spezialist für die Themen des Deutschen Herbstes, hat erst in dieser Spielzeit mit »Patentöchter« die Biografien von Opfern und Täterangehörigen der RAF grandios aufgearbeitet. Nun also Rio Reiser, an dessen bewegtem Lebensweg sich die gesellschaftliche Stimmung im wiedervereinten Deutschland ablesen lässt.

Auf der Bühne wird Lukas Goldbach den Ausnahmekünstler mit der Reibeisenstimme verkörpern. Als Reiser 1996 an den Folgen seines Drogenmissbrauchs starb, war der Schauspieler gerade ein Teenager – Reiser war da als Solokünstler mit gefühlvollen Balladen wie »Für Dich« oder dem Neue-Deutsche-Welle-Hit »König von Deutschland« in den Charts. Für Goldbach wird es daher eine besondere Herausforderung sein, auch die revolutionäre Seite des Sängers herauszuarbeiten.

An Goldbachs Seite agieren neun weitere Schauspieler, darunter gleich mehrere Gäste, die Personen aus Reisers Umfeld verkörpern und die prägenden Songs singen. Eine der spektakulärsten Besetzungen wird dabei wohl Rainer Hustedt sein, der unter anderem Claudia Roth spielt. Die Grünen-Politikerin hatte einst »Ton Steine Scherben« als Managerin betreut.

Auf der Bühne werden auch professionelle Musiker mitwirken und Reisers Bandkollegen geben. Sascha Bendiks, der auch Jörg Schlotterer, den Sekretär des Berliner Sozialistischen Studentenbunds spielt, hat die musikalische Leitung der Inszenierung übernommen. An seiner Seite wirken auf der Bühne als Live-Band à la »Ton Steine Scherben« Schlagzeuger Sven Demandt als Wolfgang Seidel, Christian Keul als Kai Sichtermann und Milan Pesl als R.P.S. Lanrue.

Das Publikum kann sich auf jede Menge Live-Musik im Reiser-Sound, eine schnelle Abfolge von knappen Szenen und witzige Dialoge aus der deutschen Geschichte der bewegten 70er Jahre freuen. Weitere Vorstellungen nach der Premiere an diesem Samstag folgen am 27. März, 17. und 29. April, 20. Mai, 11. Juni und 2. Juli im Stadttheater.