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Die Wetterprognosen waren mies, Dauerregen war angesagt, aber die Schauer für den Freitag blieben aus, statt dessen leuchtete der Abendhimmel in allen Farben und nachdem es dunkel geworden war, leuchtete auch Fresenhagen, ganz real und im übertragenden Sinn. Und das nicht nur am Freitag sondern an beiden Festivalabenden. So wie die Wetterprognosen sind auch Tarotkarten nicht immer zuverlässig, sie hatten Detlev Enewaldsen und seiner Band " Die wilden 13 aus NF" einen Absturz vorhergesagt, das Gegenteil war der Fall. Die neue Superband mit gemischtem Chor, absolvierte eine erfolgreiche Premiere in Winnetous Garage. Friesisch ging es weiter: Lembek spielte und fetzte , wenn auch die Konzertbesucher aus Sachsen, Thüringen, Berlin, Franken dem Breisgau und Oberbayern, die auch diesmal wieder die Fresenhagener Wiesen in ein Festivalcamp verwandelten, nicht jedes auf friesisch gerockte Wort verstehen konnten. Lembek riß das Publikum mit, als segelte es mit dieser Band durch die aufgewühlten Fluten einer sturmgepeitschten Nordsee. "Boutique Rouge" aus Kiel und Hamburg, begeisterten mit Ihrer Bühnenpräsenz und musikalischen Vielfalt das Festivalpublikum. Die jungen hochbegabten Musiker machten es Werner Bettge und Band schwer nach vielen Zugaben eine halbe Stunde nach Mitternacht noch aufzutreten. Der profilierte Musiker aus Berlin schaffte es mühelos durch poetische Texte und immense Klangfülle sein Publikum in Bann zu ziehen.
Im Anschluß gab es Disko und Dauerregen.
Der Samstag Nachmittag begann mit Regen und dem Kinderzirkus Spontani. Die Aufführung fand vor einem begeisterten Publikum in Winnetous Garage statt. Im Café sang danach Torsten Breitkopf aus Bielefeld, begleitet wurde sein musikalischer Vortrag von zwei Instrumentalisten. Humorvoll, anrührend, in poetischer Dichte zeigte hier ein junger Künstler, dass ihn nichts und niemand behindern kann, einen Ausdruck für seine Gefühle und sensiblen Beobachtungen zu finden und öffentlich zu machen, auch wenn man wie er, einen Rollstuhl braucht um sich fortzubewegen. Viel Zulauf und Beifall fand auch Hartmut Rexin, der im Museum die Geschichte von Herrn Fressack und den Bremer Stadtmusikanten vorlas.
Unter klarem Himmel begann der Samstag Abend, mit einer Revue im Niemandsland. Rios Raben aus Würzburg haben die Lieder Rios Lieder in ein fantastisches musikdramatisches Bühnengeschehen verwandelt. Das Festivalpublikum war begeistert. Zweifellos war die Revue im Niemandsland ein Höhepunkt des Festivals und jedem der diesen Theaterabend in Fresenhagen nicht miterlebte, ist es zu empfehlen, die Tourneespur der "Raben" zu verfolgen. Vielleicht gastieren Sie ja demnächst in Eurer Nähe. Infos: www.riosraben.de.
Zum Abschluß rockten die "Zeitzeugen" in Winnetous Garage., noch eine eine junge vielversprechende Band auf diesem Festival. Diesmal nicht aus dem Norden, sondern aus Ebersberg in Oberbayern.
Zum Ausklang war wieder bis in die frühen Morgenstunden Disko.